Donnerstag, 20. November 2014

Nicht so quadratisch, wie man denken könnte.

Das folgende Objekt zeige ich hier nicht etwa, weil es so besonders originell ist (ist es keinesfalls), sondern damit ich selber weiß, wo ich jederzeit schnell die Maße wiederfinde.   :)


Es handelt sich um eine passende Schachtel als "Ritter Sport"-Verpackung, angefertigt mit dem Envelope Punch Board.


Und jetzt der Clou, nämlich die Maße:
Fertige Schachtel L/B/H: 11,5 / 9,5 / 1,5 cm
Papiergröße: 19 x 19 cm
Stanzen und Falzen bei:  7,7 / 9,8 cm


Ich glaube, den Trick wende ich jetzt öfter an. So einen Blog verlegt man ja nicht so schnell, wie die zahllosen kleinen Zettelchen, die ich hier immer habe.   :)

Samstag, 8. November 2014

December Daily - vorbereitet sein ist alles.

Nachdem es mir letztes Jahr (dank Instagram und Handyfotos) tatsächlich gelungen ist, ein December Daily zu erzeugen, mit dem ich auch jetzt, nach einem Jahr, noch völlig zufrieden bin, wäre es ja blöd, dieses Jahr keins zu machen.   :)

Auf dem Scrapfamily-Treffen vor zwei Wochen habe ich schon das komplette Blanko-Buch fertiggestellt:



Die Papiere sind aus der "Timbergrove"-Collection von FancyPants. Die ist schon aus der letzten Saison; diesmal wollte mir keine Serie so richtig gefallen. Und ich fand die winterlichen, aber nicht ausgesprochen weihnachtlichen Farben so toll!

Innen habe ich noch nichts vordekoriert; das mache ich immer lieber im Zuge des Fotoeinklebens. Auch diesmal geht mein DD wieder bis zum 1. Januar. Hat sich letztes Jahr sehr bewährt, da der außerhäusige Jahreswechsel fast das Schönste vom ganzen Dezember war!   :)


Gebunden habe ich mal wieder mit der Technik des "offenen Rückens".
Und auch hier immer abwechselnd einmal PP und einmal Kraft-CS.


Gerade vor einer Weile hatte ich mal mit dem Kindelein ganz viele von meinen bisherigen Minialben angeguckt. Und dabei ist mir aufgefallen, dass das Umblättern - speziell bei etwas größeren Formaten - in diesen ganzen Ringbindungsdingern ein großer Mist ist. Egal ob Buchringe oder Spiralbindung. Es hakt, es ruckelt, und ganz am Ende darf man keinesfalls die letzte Seite einfach zuklappen, sondern muss alles wieder andersrum nach vorne schlagen. Sonst verklemmt sich alles so komisch. Eigentlich fand ich solche Bindungen gerade immer toll, weil man sich da vorher nicht festlegen muss, wie viele Seiten man genau haben will! Aber jetzt muss ich mich doch mal mehr nach anderen Möglichkeiten umsehen. Kann ja nicht alles in Zukunft immer nur so wie dieses hier kleben!

Ich bin jetzt jedenfalls für den Dezember schonmal gerüstet. Jetzt muss ich nur noch mit den Vorbereitungen für den Adventscountdown im SBT in die Puschen kommen - und dann Weihnachtskarten machen!!! Ich hab noch so gut wie gar keine; außer meinen zwei Vorlagen für den Kartentag. Keine Ahnung, wann die restliche Herstellung noch stattfinden soll. Unter Umständen muss ich mich wohl dieses Jahr mal von meiner Meinung verabschieden, dass unbedingt jeder eine andere kriegen soll.   :(

Dienstag, 4. November 2014

Embossingmania

Im SBT-Forum tobt in dieser Woche die "Embossingmania" mit vielen Tipps und Tricks rund um die Techniken und Möglichkeiten des Heiß-Embossens.
Das habe ich am Wochenende zum Anlass genommen, meine nicht ganz unwesentliche Menge an Embossingpulvern (*hust*) mal zu katalogisieren.


Ich hatte sowas früher schon mal auf einem A4-Blatt gemacht; aber dann sind neue Pulver dazu gekommen, andere habe ich im Flohmarkt verkauft, und schon hat nichts mehr gestimmt. Jetzt habe ich - wie auch für meine Sprüh- und Stempelfarben - einzelne Tags erstellt. Das ist sehr komfortabel in der weiterführenden Verwaltung.   ;)


In schon leicht voradventlicher Stimmung habe ich mich als Probestempelmotiv mal für einen Stern entschieden. Durch die augesparte Schrift in der Fläche kann man auch gleich schön erkennen, wie detailreich sich das Pulver beim Schmelzen verhält.

Zusammengehalten werden die Tags dann einfach durch einen Buchring.


Zur Entschuldigung für die Menge möchte ich gerne noch anmerken, dass bei mir ja mit Embossing alles mal angefangen hat.
Ich habe vor ca. 17 oder 18  Jahren auf der INFA in Hannover (die damals noch "Hausfrauenmesse" hieß) einen kleinen Efeuranken-Stempel und ein Döschen grünes Embossingpulver gekauft. Damit habe ich mich zu Hause vor den Toaster gesetzt, und los ging es. Noch heute finde ich nur wenige Tätigkeiten entspannender, als Embossingpulver beim Schmelzen zuzusehen. Immer wieder ein Erlebnis.
Ich habe schon embosst, bevor ich damals überhaupt richtig gestempelt habe!  :)  Deswegen konnte ich auch später vermutlich nie so richtig aufhören und habe immer mal wieder neue Pulver gekauft. Aber die werden ja nicht schlecht. Und auch nicht alle!!! Egal, wieviel man damit macht. (So ähnlich wie Washi.) Also eine total sinnvolle Wertanlage.

Sonntag, 2. November 2014

Das Halloween-Buffet


Eigentlich war ich irgendwie selber Schuld; wer hat dem Kindelein denn Pinterest nahegebracht? Und dieser ganze Halloween-Wunsch ist bei ihr zum Teil tatsächlich durch all die hübschen Sachen verursacht worden, die man da besichtigen kann. Andere Kinder kennen sowas alles gar nicht, und denken vermutlich, Halloween bedeutet nur, ein Hexenkostüm bei ALDI zu kaufen. Wir wollten es aber toll haben.
Ich habe Deko-Klimbim im Internet bestellt und tagelang Zeugs vorbereitet. Und den eigentlichen Halloweentag von morgens um 7.00 Uhr bis spätnachmittags in der Küche verbracht. Die Gästinnen waren dann noch im Kino, und als sie nach Hause kamen, hatte ich das Buffet fertig aufgebaut. Wenn ich jetzt die Fotos so sehe, kann ich es selber kaum glauben. Selbst der Gatte war schwer beeindruckt. Er meinte, sowas hätte er ja überhaupt noch nie gesehen (Natürlich nicht! Wo auch?), und die reichen Muttis in den Vororten würden mir sicherlich viel Geld dafür bezahlen, wenn ich denen auch sowas mache. Hoffentlich finde ich noch raus, um welche Vororte es sich da wohl handelt. Offenbar denkt er, wir wohnen in Hamburg oder München.   :)

So, jetzt also die Bilder.
An der Wohnzimmertür gab es ein Hinweisschild ...


... und drinnen hatte ich ein paar Wabenbälle aufgehängt. Ihr wisst ja sicherlich: Pompoms waren gestern, jetzt hat man Wabenbälle.  *gacker*


Gesamtansicht:


Gemüsesticks mit verschiedenen Dips, Gespensterchips und Gummiwürmer ...


... Laugenkonfekt (als ungruselige Sättigungsbeilage) ...


... Mini-Schokoküsse mit Gruselgesichtern (Note to self: Ich muss noch die Zuckerschrift-Industrie verklagen! Ein unglaublicher, völig nutzloser  Mist!!!) ...


... Spinnennetz-Amerikaner, Glibber-Augen und Kürbis-Mandarinen ...


... Marshmallow-Bats mit Oreo-Flügeln (Zwei Packungen voller Kekse durchschneiden, bis man genügend unzerbröselte Hälften hat.) ...


... Würstchen-Mumien ...


... Käse-Hexenbesen ...


... Pudding-Gräber ...


... die Fläschchen für die Bowle (Ganz wichtig: Paper Straws!)  ...


... und schließlich die Bowle selber: Blut mit Leichenhand.



Es war ein doller Erfolg. Das Kind hat sich totgefreut, die Freundinnen waren begeistert, und wie das alles so schummerig beleuchtet im Kerzenschein dastand, war ich tatsächlich kurz selber überwältigt. Einerseits war es den ganzen Aufwand wert, andererseits würde ich sowas wohl nicht unbedingt nochmal wieder machen.
Es kommt erschwerend dazu, dass mir ja sämtliches "Essen herstellen" im weiteren Sinne überhaupt keinen Spaß macht. Schon das normale Kochen und Backen nicht, und Partyfood für Feierlichkeiten auch nicht. Ich mache das echt alles jeden Tag nur, weil es ja irgendwer machen muss. Ich steh sehr viel mehr aufs hinterher Essen, als auf die ganze Vorbereiterei. Verdeutlicht nochmal den Beweis zur Kindesliebe.   ;)
Geschmacklich empfehlen kann ich übrigens bedenkenlos die Würstchen-Mumien! Wenn man nicht ausversehen die Nelkenaugen mitverzehrt. Und diese Gräber! Sehr lecker. Komplett vergessen hingegen kann man die Fledermäuse. Hat irre viel Arbeit gemacht, sieht ja auch sehr putzig aus, aber schmeckt irgendwie wie Pups. Und auch hier nochmal die Warnung: Kauft keine Zuckerschrift!!! Funktioniert nicht. GAR nicht. Ich bin nach einem kompletten Ausraster dann schnell zu Kuvertüre und Zuckerguss und dem guten alten Zahnstocher zurückgekehrt.
Vielleicht möchte ja jemand von euch auch mal so eine Show machen und für eine halbe Stunde Supermum sein. (Kinder vergessen ja schnell ...) Und ich kenne durchaus Leute, die nicht nur am Ergebnis, sondern auch an der erforderlichen Küchenarbeit Spaß haben. Also nur zu! Halloween kommt ja jedes Jahr wieder. Aber ich bin für die nächsten Jahre erstmal raus.   :)

Samstag, 1. November 2014

Nachwehen

Gestern hatten wir Halloween. Zu Hause.

Alles fing damit an, dass das Töchterlein Anfang Oktober an einem Sonntag Geburtstag hatte. Da erkennt ja auch der absolute Laie gleich, dass so ein Tag denkbar schlecht zum Feiern geeignet ist. Soll man etwa - wie früher auf dem Kindergeburtstag - um 18.00 oder 19.00 Uhr die Party beenden, weil ja alle am nächsten Morgen früh raus müssen? Undenkbar. Das Kind wünschte sich also dieses Mal als Nachfeier eine Halloweenparty. Am passenden Tag. Aufgrund meiner eigenen Pinterest-Schädigung (da wird einem ja JEDE noch so ungewöhnliche Aktivität mit wunderschönen Fotos schmackhaft gemacht) habe ich leichtfertig zugestimmt und auch gleich schonmal passende Deko bestellt. Hurra, mal ganz was anderes!

Am späten Nachmittag fallen also gestern vier Freundinnen bei uns ein, die alle gleichartige lange Haare und identische Schuhe haben. 12 ist das neue 13, man sieht nicht nur aus wie ein Teenie, sondern fühlt sich auch so. Zumindest manchmal. So in Inseln. Obwohl alle rein optisch schon den Eindruck erwecken, als könnten sie gleich mit dem Moped wegfahren (wenn man das heute noch machen würde), bricht verhaltenstechnisch in regelmäßigen Abständen doch immer wieder sehr das Infantile durch.

Ich habe ein mördermäßiges Buffet aufgebaut und sie essen, als ob es kein morgen gäbe. Ein Mädchen - das mir vorher extra als Vegetarierin gemeldet wurde - isst meines Erachtens hauptsächlich Würstchen sowie Gummikram, das bis obenhin voll mit Gelatine ist; und ich kann mir nicht verkneifen, mal nachzufragen. Es stellt sich heraus, dass sie eigentlich nur Vegetarierin ist, weil eine Freundin von ihr das will. Und sie freut sich so, dass sie jetzt endlich mal wieder was anderes essen kann. Junge, Junge, das nenne ich Charakterstärke. Hoffentlich wächst sich das noch aus.
Besagtes Kind ist leider ein wenig hyperaktiv (zu wenig Wurst?) und schmeißt permanent ihre sämtlichen Getränke um. Also, nur, wenn sie nicht gerade wie irre durchs Zimmer rennt, oder versucht, sich hinter die Couch zu werfen.

Nach dem Essen folgen einige Runden Tick-Tack-Bumm und diverse Halloween-Spiele, bei denen ich im Flur oder auf dem Klo ständig unvermutet auf Leichen trete. Dann wird sich schonmal in die Schlafanzüge geworfen, und man gruppiert sich auf das Sofa. Sie wollen „Sherlock“ gucken. Zwei von den Mädels haben noch nie davon gehört; na, die werden sich aber wundern.
Der Gatte und ich freuen uns über die plötzlich gewonnene Freizeit und sagen, dass wir jetzt nach oben gehen würden. Zu meinem Erstaunen werde ich gefragt „Was wollt ihr da denn machen???“  Noch bevor ich antworten kann, raunzt ein anderes Mädchen „Frag nicht so blöd, Erwachsenensachen halt!“. Genau. Erwachsenensachen wollte ich immer schon mal machen.

Wir holen uns den kleinen DVD-Fernseher ins Schlafzimmer und gucken einen Film. Im Bett! Cool. Ist quasi NOCH bequemer als auf der Couch! Obwohl ich ja Fernsehen im Bett immer schon scharf verurteilt habe, gefällt es mir so als Ausnahmesituation dann doch prima. Wir trinken Wein, um später das Gekicher und Gekreische aus dem unteren Stockwerk besser ignorieren zu können. Das klappt leider nur bedingt; ich wache in halbstündigem Rhythmus von besonders schrillem Gequieke auf.
Um hab drei werde ich von lautem Getuschel vor der Schlafzimmertür wach. Man diskutiert, ob ich wohl geweckt werden könnte. Die Mehrheit entscheidet sich für ja, und man kommt rein und äußert den Wunsch nach neuen, trockenen Bettlaken. Jemand (die hyperaktive Pseudo-Vegetarierin) hatte einen Unfall mit einem Glas, das sich zuerst in die Sammelschlafstätte ergoss und dann spontan und unvermutet zerbrach. Mit den Scherben wolle man sich eventuell morgen beschäftigen, sie lägen nicht weiter im Weg. Ich wanke komatös zum Schrank und zerre Laken heraus. Ich bin so müde, dass die Sache mit den Scherben bei mir nicht mal vom Ohr bis zum Gehirn vordringt!

Am nächsten Morgen erwache ich von erneutem Gekicher und Gekreische, das durch den Schlafzimmerfußboden dringt. Die Meute bewirft sich mit Kissen und Plüschis und will Brötchen. Viele Brötchen. Diese sollen unbedingt im Schlafanzug gegessen werden. Ich rege an, dass sie von mir aus auch gerne später im Schlafanzug die Heimreise antreten können. Ein Mädchen aus der Nachbarschaft erbleicht und sagt, dass sie doch aber von ihrer Mutter zu Fuß … Ich ärgere mich fast, dass ich den Mädels nicht als kleinen Halloween-Scherz die Klamotten versteckt habe. Das wäre doch eventuell sehr lustig geworden. Wer im Schlafanzug sein möchte, den soll man nicht aufhalten!

Nach dem Frühstück bilden alle zusammen wieder einen großen Haufen auf der Couch und gucken noch eine Folge Sherlock. Mittags erfolgt die Abholung, und tatsächlich sind Sekunden vorher alle irgendwie angezogen.
Sie wuseln mit ihren zahlreichen Decken, Kissen, Plüschis und Taschen zur Haustür hinaus und ich denke an die Kindergeburtstage zurück. Da war man ja durch das Dauerbespaßen hinterher immer sehr geschafft – aber um 18.00 Uhr war dafür alles vorbei und man konnte nachts sogar schlafen.

In meiner Funktion als Tatortreiniger finde ich nach Abreise der Gästinnen beim Saugen im Wohnzimmer viele kleine Scherben (zur Verdrängung der Situation von den Beteiligten sorgfältig mit Taschentüchern abgedeckt), zahlreiche aufgeweichte Salzstangen, ein Interdentalbürstchen, ein undefinierbares Zahnspangenzubehörteilchen (ich wüsste zumindest nicht, was es sonst wohl sein könnte), einen feuchten (?) Barfußabdruck in einem eigentlich unzugänglichem Winkel neben dem Schrank und vor allem: Haare, Haare und nochmals Haare. Unzählige Haare in diversen Schattierungen. Ich dachte, nur mein eigenes Kind fusselt so; aber anscheinend teilt es sich diese Verhaltensweise mit den ganzen anderen Langhaarigen. Man fragt sich allerdings, bei welcher Gelegenheit die Haare denen wohl so rausfallen; sagen doch drei von vier Müttern beim Abholen „Wie siehst du denn aus? Hast du dich heute noch gar nicht gekämmt???“



Mein persönliches Highlight der Party war übrigens das Buffet. Das verblogge ich gleich, sobald ich aus den fast 400 Fotos in gruseliger Schummerbeleuchtung die unbrauchbaren aussortiert habe. Aber das wird euch gefallen!!! Ein Halloween-Buffet, wie es im Pinterest Buche steht.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Der Pilgerauftrag.

Nicht, dass ich etwa selber gepilgert wäre. Dazu fehlt mir sowohl der spezielle Anlass als wohl auch die nötige Ernsthaftigkeit. Aber eine gute Bekannte von mir ist gepilgert - und zwar von Loccum nach Volkenroda. Oder etwa umgekehrt? Jedenfalls hat sie bei mir ein Karte in Auftrag gegeben, mit der sich ihre ganze Gruppe bei ihrem "Pilgervater" für die Leitung und Organisation bedanken wollte.
Ihr Wunsch war es, möglichst das spezielle Wegzeichen des Pilgerpfades auf der Karte unterzubringen. In der Originalversion (lila Radkreuz auf weißem Grund) fand ich es allerdings gestalterisch etwas schwierig. Deswegen habe ich das Symbol ausgedruckt, zu einer Schablone geschnitten, und in gold embosst.
Die Karte habe ich extra ein bisschen größer gemacht (ca. 13 x 18 cm), damit auch alle genügend Platz zum Unterschreiben haben. Wenn ich sie jetzt so sehe, fehlt mir persönlich für die ganz vollkommene Optik irgendwie noch ein Schriftzug - aber das war nicht gewünscht.  ;)
Heute Abend gebe ich sie ab; ich hoffe doch sehr, dass sie gefällt.



Sonntag, 19. Oktober 2014

Buchstabensuppe und Buchbinderkram

Nach langer, schwerer (na ja: einwöchiger, aber das hat mehr als gereicht) Krankheit melde ich mich heute mit einem Layout zurück. Meine Vorgabe für den "Sketch der Woche" im SBT:


Das Kind liiiiiebt Buchstabensuppe. Buchstaben schmecken ja bekanntlich viel besser als andere Nudelformen.   ;)


Und dann muss ich euch auch unbedingt endlich das supertolle Geschenk zeigen, das mir die liebe Candypen-Ines (ohne Blog, aber den IGlern sicherlich bekannt) auf dem letzten SBT-Treffen in der Rhön überreicht hat: ein selbstgebautes Album!



Wer Buchbinderin ist, kann also offensichtlich nicht nur prima perfekte Alben anfertigen, sondern hat auch Zugang zu außergewöhnlichen Materialien. Goldenes (!) Leinen für den Rücken und ich kann gar nicht in Worte fassen, mit was die Deckel wohl bezogen sind!



Es sieht jedenfalls absolut supercool aus; und ich kann mich vor lauter Ehrfurcht noch gar nicht recht entscheiden, mit was ich es wohl füllen werde! Da muss ja wohl unbedingt irgendein Sonderprojekt rein.
Nochmals ganz, ganz herzlichen Dank für dieses wirklich außergewöhnliche Geschenk! 

Dienstag, 30. September 2014

La cucaracha

Das Kind kommt an und fragt mich ob das Eiswagen-Lied eigentlich auch einen Text hat.
„Welches Eiswagen-Lied???“
„Na, dies hier:“ (summt den Refrain von „La cucaracha“)

Ein Eiswagen, der diese Melodie spielt ist mir nun im ganzen Leben noch nicht begegnet. Klingeln die nicht immer nur? Wenn sie überhaupt mal kommen? Vermutlich hat sie dieses wichtige Weltwissen aus irgendeinem Film.

Ich erläutere, dass das Lied „La cucaracha“ heißt, was Kakerlake bedeutet. Sie fällt fast vom Glauben ab und kann sich überhaupt nicht beruhigen, wie man über so einen Unsinn denn wohl einen Liedtext machen könnte; ob die Südamerikaner wohl irgendwie einen an der Waffel hätten?
Ich sage, dass es im Deutschen ja nun durchaus auch sonderbare Texte gäbe, man denke nur an „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ oder „Wer hat den Käse zum Bahnhof gerollt“. Jetzt hält sie mich leider für völlig übergeschnappt und behauptet, ich würde mir das doch alles nur ausdenken!
Ich biete weitere Schwachmatentexte und -inhalte an. Schwarzbraun ist die Haselnuss, Fred vom Jupiter, Wild ist der Westen - schwer ist der Beruf. Uff.
Mir wird vorgeworfen, ich hätte sie ja wohl nicht alle.

Die heutige Jugend hat aber auch wirklich überhaupt keine Ahnung von Musikkultur.

Dienstag, 23. September 2014

Der Hildesheimer Dom

Am Ende der Sommerferien hat unser Förderverein Kirchenmusik (der einzige, der sich meiner Mitgliedschaft erfreuen kann - ansonsten löst allein das Wort "Verein" bei mir immer schon großes Unwohlsein aus) einen Konzertausflug nach Hildesheim organisiert.
Wir waren zuerst sehr schick essen und hatten dann vor dem Konzert noch eine Weile Zeit, den frisch renovierten Dom gründlich zu inspizieren. Ich halte ihn äußerst gelungen! Wer mit dem "alten" Dom sehr vertraut war, fand die Veränderung zum Teil wohl etwas reichlich; aber da ich zum letzten Mal während meiner Konfirmandenzeit den Dom besucht habe, konnte ich mich natürlich an nix erinnern und war somit völlig unvoreingenommen. Die Raumwirkung ist fantastisch, und dieses (jetzt) große, weite, schlichte, helle trifft genau meinen Geschmack.
Besonders faszinierend fand ich den Altar. Der grünliche Stein mit der vergoldeten Innenseite hatte gleichzeitig zur modernen Form sowas ... archaisches! Ich kann es gar nicht beschreiben. Hat mich jedenfalls sehr angesprochen!
Optisch höchst reizvoll fand ich beim Reinkommen auch die Bestuhlung - musste aber leider dann beim fast zweistündigen Konzert erkennen, dass der sinnvolle Wagenfeld-Grundsatz "Brauchbar sein heißt zugleich, schön sein." hier leider keine Anwendung erfahren hat. Ich kann mich kaum erinnern, schon einmal so schlecht gesessen zu haben. Hat die Stühle denn vor der Anschaffung keiner mal ausprobiert?
Das Konzert selber hielt sich mit der Brauchbarkeit dann ebenfalls etwas in Grenzen. Gregorianische Gesänge in großer Menge schlagen sehr aufs Gemüt. Und meditative Versenkung ist ja so schon nicht mein Lieblingshobby, aber wenn ich dann dazu noch komisch sitzen muss ...
Aber mal abgesehen davon kann ich einen Besuch sehr empfehlen!  :)

Foto-Phone dabei gehabt, zu Hause gleich ein Layout gemacht:



Mittwoch, 17. September 2014

Neue Karten braucht das Land

Heute gibt es zur Abwechslung mal wieder ein paar Karten zu sehen. Da hinke ich in letzter Zeit etwas hinterher und fange - gerne am Abend direkt vor dem Geburtstag / der Hochzeit / der Beerdigung - hastig an, eine Karte zu machen. Man müsste mal ein bisschen Zeit in die Herstellung von Vorräten investieren. (Man müsste sich allerdings auch mal um den Weltfrieden kümmern.)







Mittwoch, 10. September 2014

Pottering

Nachdem Eri mir im Rahmen einer "Happy Mail" ein wunderbar geschneideplottertes (?) HP geschenkt hat, habe ich das gleich mal benutzt, um eins von den lustigen Pottering-Fotos zu verarbeiten, die wir vor ein paar Wochen an einem schönen Sommerabend (der war gut, oder?) gemacht haben.


Ich habe schwarz auf schwarz embosst, genäht, gestempelt, gekleckst, gesticklet und paillettiert. Das sieht in Echt sehr cool aus, erwies sich aber leider als nahezu unfotografierbar.  :(


Kleine Randbemerkung zum Thema "Jugend und Technik":
Eine Freundin meiner Tochter sieht das Bild und fragt "Mit welcher App habt ihr das gemacht?" - "Das ist ein Foto." - "Ja, aber mit welcher App habt ihr das gemacht?" - "Das ist EIN FOTO!" - "JA-HA, aber mit welcher App habt ihr das gemacht, dass es so aussieht, als ob sie fliegt???"
Echtes Hochspringen im richtigen Leben. Kaum vorstellbar.

Was gibt es hier sonst noch?
Morgen fängt die Schule wieder an. Allein diese Tatsache lässt mich eigentlich schon fassungslos verstummen. Es waren irgendwie die unentspanntesten Ferien aller Zeiten.
Dafür haben wir jetzt endlich ein weißes Haus, einen entrümpelten Keller, den Abdruck für eine Zahnspange, zig neue Rezepte ausprobiert, Breaking Bad komplett geguckt, ein neues häusliches Ablagesystem, Millionen Gesellschaftsspiele gespielt, wenigstens keinen zweiten Sonnenbrand gekriegt, ein Sportdefizit, so oft gegrillt, dass es mindestens bis Silvester reicht, und seit gestern endlich wieder einen Geschirrspüler, der nicht nur wäscht, sondern auch trocknet. Das muss an Erlebnisdichte für diesen Sommer reichen.

Montag, 8. September 2014

Organisation der Bänderstempel

Jetzt musste ich eben selber erstmal googeln, wie man diese Sorte Stempel eigentlich nennt. Ich sage immer "Datumstempel", aber das trifft es nicht genau, weil ich inzwischen auch schon einige in dieser Art besitze, die an Stelle eines Datums irgendein lustiges kleines Wort (oder gar mehrere) stempeln. Rollstempel ist aber auch wieder was anderes; es handelt sich hier um Bänderstempel. Merken.


Wenn man erstmal mehr als drei davon hat, kann man von außen nur noch äußerst  schlecht erkennen, was und wie die so stempeln.
Zuerst hatte ich nur zwei ganz "normale" deutsche, mit Datum; einen mit größerer und einen mit kleinerer Schrift. Dann kamen urplötzlich welche von Smash, Dear Lizzzy und Studio Calico dazu, und später noch die tollen von October Afternoon! Mit längst vergangenen Dekaden. Auf anderem Wege schwer zu beschaffen - wenn man solche Stempel neu kauft, beginnen die ja putzigerweise immer mit dem Jahr, in dem man sich gerade befindet!

Jedenfalls hatte ich auf einmal eine ganze Schachtel voll mit den Dingern, und habe dann immer minutenlang dran rumgedreht und auf die spiegelverkehrte Schrift gestarrt, wenn ich was stempeln wollte.
Letztens habe ich mir also mal die Mühe gemacht, und sämtliche Varianten auf Kärtchen abgestempelt. So sehe ich nun auf einen Blick, welche Texte und welche Datums-Zeiträume ich zur Verfügung habe.


Ich habe dafür die linierten PL-Karten von Becky Higgins benutzt. Längs geteilt, und die Texte passen dann schön in die Zwischenräume der Zeilen. Kleiner Buchring dran - fertig. Kann mit in der Box liegen.


Samstag, 6. September 2014

Yo brother

Inspiriert vom Markennamen (und vielleicht auch ein bisschen von kürzlich allen Staffeln "Breaking Bad" in einem Rutsch durchgeguckt?) fiel mir schlagartig ein Titel für das Layout über meine neue alte Schreibmaschine ein.   :)
Klein und rot, und mit einem irgendwie vintagerigeren Schriftbild als meine Olympia, die ich im Austausch gleich mal weggeschenkt habe. Weniger ist mehr. Wer braucht schon zwei Schreibmaschinen.
Eigentlich wollte ich gerne eine ganz alte oder wenigstens eine aus den 50er Jahren haben - aber das sind ja solche Riesentrümmer, die könnte ich hier niemals sinnvoll unterbringen. Deswegen also die lustige, kleine Brother, mit Abdeckung mühelos hochkant im Regal zu verstauen. Ich wünschte, die Nähmaschine rein- und rauszuholen wäre auch so unkompliziert.



Freitag, 5. September 2014

Die in englischen Betten frühstückenden Gartenliebhaber

Schon vor ein paar Wochen habe ich die Bilder unserer ersten Gartenreise in den Süden Englands in eine neues Album mit PL-Hüllen verfrachtet.
Die näheren Umstände, warum ich das Ganze für unbedingt nötig befand und was es für Probleme aufwirft, wenn man auf einmal meint, nochmal was ganz Neues mit alten, analogen Fotos machen zu müssen, hatte ich hier *klick* ja schon mal ausführlich beschrieben.

Es hat dann tatsächlich großen Spaß gemacht, die immerhin 15 Jahre alten Bilder nochmal ganz neu zu verarbeiten und mit hilfreichen Texten zu versehen. Ich habe dabei die ganze Reise sozusagen noch einmal erlebt. Und ich weiß schon, wie es mir später (wenn das Gedächtnis NOCH schlechter ist) gut gefallen wird, dass sich jetzt sämtliche Angaben zu den Örtlichkeiten plus individuelle Erinnerungen direkt bei den Fotos befinden.

Gestalterisch habe ich eine sehr schlichte Linie gewählt. Für sehr aufwendiges Drumrum sind es mir einfach zu viel Fotos. Und ich habe ja noch eine zweite, ähnliche Reise – mit noch viel mehr Bildern - in petto, die auch noch mit in das Album soll.
Ich habe die Fotos mit PL-Karten aus der „Heritage“-Edition kombiniert. Das schien mir eine gute und möglichst farbneutrale Wahl zu den teils natürlicherweise sehr bunten Gartenbildern zu sein.

Ich zeige euch jetzt einfach mal ein paar Ausschnitte aus dem Album.
Es sind leider die schlechtesten Fotos aller Zeiten, weil es mir nahezu unmöglich war, die spiegelnden Hüllen zu fotografieren. Ich bin durch verschiedene Zimmer gewandert, von drinnen nach draußen und zurück, und habe verschiedene Tageszeiten und Wetterlagen ausprobiert. Es war alles Mist. Es ist mir ein Rätsel, warum die Hüllen beim „echten“ Betrachten absolut nicht stören, aber beim Fotografieren auf einmal so eine Show machen. Heute hat es mir dann gereicht, und ich habe den ganzen Krempel jetzt einfach so geknipst, wie er da lag. Der Butler UND das Zimmermädchen sind heute leider beide außer Haus, sonst hätte ich vielleicht noch jemanden bemühen können, eine große Pappe zwischen das Licht und das Album zu halten. Egal jetzt. Wer nicht genug erkennen kann, muss vorbei kommen.

Los geht's. Englische Gärten und andere Landschaften.

Das Album ist ein WRMK-ClassicLeather, in platinum. Auch das kommt leider nicht rüber - so eine Art ganz dunkles Silber. In Metallic. Ich liiiiiebe Metallic. (Ja, das goldene davon habe ich auch gekauft.)   :)