Donnerstag, 28. Mai 2015

"Ink Smooshing"

... sollte das hier eigentlich werden; hat aber nicht geklappt.

Ich habe heute Morgen bei Kristina Werner so ein attraktives Tutorial gesehen, dass ich es noch vorm Frühstück unbedingt ausprobieren musste. Leider hat es bei mir überhaupt nicht so hingehauen - offenbar hätte ich nicht die rauhe Seite vom Aquarellpapier benutzen dürfen. Da versmooshte nämlich nix, und es hat sich überhaupt so gut wie keine Farbe auf das Papier übertragen! Hab ich wohl leider nicht ordentlich zugehört.
(Und eben gerade ist mir noch ein anderer Fehler klar geworden: Ich habe irgendein Stück Folie genommen, das hier so herumlag. Mir scheint, es war ausgerechnet InkJet-Folie. Wo die Farbe prima dran haften bleibt. Da muss wohl bei Gelegenheit nochmal ein gänzlich neuer Versuch unternommen werden.)

Ich habe dann jedenfalls mit dem Pinsel nachgeholfen und alles mit BoBunny-Glitter Paste wieder rausgerissen.  :)




Ganz uneigennützig:
Glitter Paste von hier *klick* und Seestern-Mask von hier  *klick*.

Donnerstag, 21. Mai 2015

Zeitgeist



Das wohl wichtigste für Mädchen kurz vom Teenie-Alter: Permanent mit den Freundinnen in Verbindung bleiben. Skype hilft da sehr. Ich kann mich allerdings auch noch schön daran erinnern, wie ich mich selber früher auch direkt nach der Heimkehr von der Schule umweglos ans Telefon begeben habe, um Leute anzurufen, die ich vor einer guten halben Stunde das letzte Mal gesehen habe. WhatsApp im Bus gab es ja noch nicht, sonst hätte man den Kontakt gar nicht erst so lange abreißen lassen müssen. Der Unterschied bestand eigentlich nur darin, dass meine Eltern dauernd gejammert haben, ich solle doch wenigstens bis nach 18.00 Uhr warten. Weil es da billiger ist. Und man hatte eine kleine Sanduhr mit Acht-Minuten-Takt, mit deren Hilfe man die Einheiten kontrollieren konnte. Oder hätte sollen. Damit man nicht extra eine neue Einheit anbricht, nur um vielleicht noch "Tschüss" zu sagen. Soviel zum Thema "Früher war alles besser".

Und obwohl ich ja ebenfalls meine elektronischen Spielzeuge über alles liebe, gibt es immer noch eine Sache, die ich keinesfalls auf einem dieser Geräte erledigen kann: Die Verwaltung meiner Termine. Ich betrachte es als ein absolutes Ding der Unmöglichkeit, einen Kalender im Smartphone, Computer oder sonstwo digital zu führen. Schon bei der bloßen Vorstellung kriege ich ein komisches Krankheitsgefühl.
Seit ich meinen ersten Schneider-Schülerkalender hatte, bin ich nie wieder ohne Planner (wie man jetzt so schön sagt) gewesen. Was in dem Bereich da heute massenpopulär so abgeht, finde ich zum Teil etwas ... putzig. Aber auf YouTube erschließt sich mir ja nun durchaus Vieles nicht. (Wie ich gestern erfuhr, in Australien z.B. gerade sehr populär: "Gogglebox - The TV Show About Watching People Watching TV") Hat ja jeder andere Hobbys.  ;) 

Ich mache jedenfalls gar kein Filofaxing, ich schreibe Sachen in meinen Kalender. Ein Unterschied. War mir aber auf alle Fälle auch mal ein Layout wert:


Samstag, 16. Mai 2015

Rhabarberrhabarberrhabarber

Jahreszeitenbedingt (in der Rhabarbersaison laufe ich immer zu Hochform auf) gibt es hier heute - pünktlich zum backfreudigen Wochenende - mal wieder ein Rezept.  :)


Rhabarberkuchen mit Baiser-Guss

Teig:
125 g Sanella
125 g Zucker
1 Pckch. Vanillezucker
1 Prise Salz
2 ganze Eier
+ 3 Eigelb (Eiweiß kommt in den Guss)
200 g Mehl
½ Pckch. Backpulver ( = 2½ gestr. TL)

5-6 Stangen Rhabarber

Guss:
3 Eiweiß (sind übrig vom Eigelb im Teig) 
200 g Zucker
1 Prise Salz
etwas Zitronensaft

Rührteig zubereiten, in die Form füllen und den kleingeschnittenen Rhabarber dicht auf dem Teig verteilen.
Kuchen bei 175°C Umluft ca. 20-25 Minuten backen.
Eiweiß sehr steif schlagen; mit Zucker und Zitronensaft weiterschlagen, bis eine feste Creme entsteht.
Auf dem vorgebackenen Kuchen verteilen und nochmals ca. 15 Minuten weiterbacken.

Schön aufpassen, dass der Kuchen nicht zu dunkel wird! Obendrauf ist mehr so goldgelb richtig. Braun ist schon zu lange.  ;)


Diesen Kuchen backe ich erfolgreich schon seit sehr vielen Jahren. Rührteig könnt ihr alle, oder? Nicht einfach alles zusammenrühren. Erst die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen, dann die Eier nach und nach, dann das mit dem Backpulver vermischte Mehl ... blablabla. Ich halte meine Rezepte immer sehr knapp, weil ich ja schon weiß, wie es geht.  ;) 

Vanillezucker lasse ich übrigens IMMER weg. Obwohl der in jedem noch so komischen Kuchenrezept vorkommt. Fällt für mich eher unter sonderbare Backgewohnheiten und überkandideltes Kochgeschwafel. Vanillin halte ich sowieso für etwas zweifelhaft, und das bisschen was in echtem Vanillezucker drin ist ... Irgendwie ist es doch einfach nur noch mehr Zucker. Das Aroma schmeckt kein Mensch wirklich durch. Außer die internationalen Spitzenbäcker unter euch, natürlich. Im Abgang. Und seit den Duftkerzenjahren habe ich zu Vanille sowieso ein etwas gespaltenes Verhältnis. Aber tut euch keinen Zwang an! Wer meint, dass das einen besonders raffinierten Geschmack erzeugt und dass es ohne nicht geht - nur hinein damit. Schaden tut es ja auch nicht direkt.

Dienstag, 12. Mai 2015

Noch mehr vom NSD!

Hab offenbar gerade 'nen Lauf.  :)

Dieses hier entstand (mit einem Foto von 1927!) nach einem "Scrap-Rezept" mit Materialvorgaben von Birgit :



... und bei der Challenge von Anja sollte man sich durch ein Kunstwerk inspirieren lassen. Zur Wahl standen Mondrian, Malewitsch und Klimt. Als alter Klimt-Fan habe ich natürlich den gewählt.



Das helle Gold ist Strukturpaste, und für das dunkle Gold habe ich die ganzen (bereits zum Laminieren verwendeten) Transferfolienreste verwendet, die hier noch herumlagen. Da ist ja am Rand schließlich noch was drauf!  ;)  Einfach mit einem dm-Kleberoller ein Muster machen und dann aufdrücken. Klappt wunderbar!


Sonntag, 10. Mai 2015

Layouts zum NSD

Gestern haben wir im ScrapBookTreff ein bisschen den NSD (National Scrapbooking Day) gefeiert. Es wurde stündlich eine neue Aktion angeboten, und obwohl hier zu Hause eigentlich gerade so furchtbar viel anderes zu erledigen war, wollte ich doch unbedingt irgendwas von den Challenges mitmachen. Und so habe ich tatsächlich das erste Layout in diesem Jahr gemacht! Wenn auch darüber, dass ich im Moment keine Layouts mache, sondern fast nur mein kleines PL schaffe. Aber da die Themenvorgabe "Verscrappe das Scrappen" lautete, hat das ja gerade schön gepasst.


Da mussten natürlich auch gleich meine frisch erzeugten Transfolienobjekte drauf. Ich habe in den letzten Tagen viel mit dem Laminator experimentiert und zum Teil erstaunliche Ergebnisse erzeugt.


Nachdem das erste Layout gleich so schön geklappt hat, wollte ich mich unbedingt noch der Aufgabe "Inspiration durch einen Filmtitel oder ein Filmzitat" stellen. Das war schon etwas schwieriger, weil ich leider erst das Foto hatte, und dann also danach einen passenden Titel dazu auswählen musste. Hab dann aber doch noch was gefunden. Bei der Papierauswahl wurde es nochmal etwas langwieriger, weil mir irgendwas zartes in rosa vorschwebte. In rosa hab ich aber gar nichts da, weil ich das ja eigentlich doof finde! Ist mir dann beim Suchen wieder eingefallen.  :)
Aber dann fiel mir dieser Bogen von PinkPaislee in die Hände, den ich mit den leicht sonderbaren Farben und den sternförmigen Löchern irgendwann mal als "zu schwierig" klassifiziert und deshalb ganz nach hinten gesteckt hatte. Und auf einmal passte irgendwie alles zusammen. So habe ich tatsächlich noch ein zweites Layout geschafft:



Samstag, 2. Mai 2015

Mein kleines Sonderformat-PL


Ich habe ja schon öfter darüber referiert, dass PL nichts für mich ist. So toll ich das immer bei anderen finde, wenn ich mal die Gelegenheit zum Angucken habe - ich könnte das in diesem Umfang nicht durchhalten.
Nun hatte ich aber zum Geburtstag von Schnipselchen so entzückende, selbstgemachte Monatskarten bekommen.


Und während ich noch überlegte, wie ich die am besten einsetzen könnte, überfiel mich auf einmal die Erkenntnis, dass ich durch meine Insta-Fotos ja eigentlich schon im gewissen Sinne ein bisschen Project Life betreibe. Quasi ohne es zu merken. Und dass es ja so gut wie gar kein Aufwand wäre, diese Bilder gleich zu verwenden. Sind ja eh schon von alleine da.

Kurz entschlossen schaffte ich also ein kleines Sn@p-Album (6"x8") mit kleinen Hüllen an.
Und jetzt drucke ich einfach am Ende jeden Monats die sinnvollsten der Bilder aus und habe am Ende des Jahres so ganz nebenbei ein Mini-PL von 2015 fertig. So zumindest der Plan.  :)
Aber ein Drittel vom Jahr ist ja nun schon rum, und bis jetzt hat es ganz hervorragend geklappt. Es ist genau so wenig Action, wie ich mir vorgestellt hatte.
Die Fotos mache ich sowieso, und sie ergeben bei mir von Natur aus eine schöne Mischung aus normalem Alltag und kleinen Erlebnishöhepunken. (Die komplett sinnfreien kann man ja einfach weglassen.)

Ich habe mir in CorelDraw A4-Vorlagen erstellt, in die ich die Fotos für 2x2, 3x3 und 4x4 Inch einpassen kann. Zum Ausdrucken verwende ich dann das 170 g "Matte Photo Paper MP-101" von Canon und schneide die Bilder mit einem weißen Rand aus. Also alles nach demselben Prinzip, wie bei meinem letzten DecemerDaily. Geht (relativ) ruckzuck und hat sich sehr bewährt.
Auf "richtiges" Journaling verzichte ich dabei komplett, stattdessen schreibe ich direkt auf die Bilder ein bis zwei Hashtags mit drauf. Das gefällt mir übrigens mehr als gut; die Idee sollte ich vielleicht patentieren lassen.

Genug geschwafelt; so sieht es dann aus:











Ich bin sehr glücklich mit diesem kleinen Projekt! Und - wie gesagt - auch sehr zuversichtlich, dass ich das den Rest des Jahres durchhalte.

Was noch fehlt, ist diese ganze Küchengeschichte ... Aber da hefte ich dann einfach ein oder zwei Extra-Hüllen dazwischen.
Fast könnte man in Versuchung kommen, auch für die letzten zwei Jahre noch rückwirkend sowas zu machen! Schließlich habe ich die ganzen Insta-Fotos seit Anbeginn meiner Mitgliedschaft immer schön säuberlich weggespeichert. Aber wir wollen mal auch nicht zu viele UFOs anfangen; schließlich bringe ich ja schon von jeder Scrapreise welche mit. In den letzten drei Wochen also schonmal mindestens zwei.  ;)

Mittwoch, 29. April 2015

Konfirmation ohne Symbole

Nach dem mal wieder unvergesslichem Wochenende in der Rhön beim SBT 10.0 bin ich mit einem halbfertigen Album (immerhin!), einer reichhaltigen Shopbeute und Myriaden von neuen Eindrücken zurückgekehrt, die mich wohl noch eine Weile beschäftigen werden.
Man denkt ja bei jedem Treffen, NOCH toller kann es eigentlich nicht mehr werden - und dann ist es aber jedes Mal immer irgendwie doch noch ein klein wenig schöner. Und das leichte Klingeln im linken Ohr geht ja sicherlich mit der Zeit wieder weg.


Noch vor der Abreise habe ich mich intensiv mit den zur Zeit hier stattfindenden Konfirmationen beschäftigt;es gab ein paar Karten und eine Geschenkverpackung zu gestalten. Als ich damit loslegen wollte, ging mir allerdings plötzlich auf, dass ich überhaupt kein Material mit den typischen Konfirmationsmotiven besitze! Kein Stempel, keine Stanze, kein Papier; nichts. Nachdem ich letztendlich auch die Idee mit Brot und Wein (ich hätte immerhin Stempel mit Toastbrot und Cocktailgläsern dagehabt!) verworfen habe, bin ich dann doch auf etwas ganz anderes ausgewichen.  :)


 
Die Kette mit dem Pusteblumenanhänger passt genau in den kleinen Milchkarton.


Und für die restlichen Karten habe ich dann doch auch noch etwas in meinem Bestand gefunden:


Dann muss ich ja jetzt schonmal anfangen zu überlegen, wie ich nächstes Jahr das Zubehör für unsere eigene Konfirmation gestalte. Eigentlich fand ich ja bis vor kurzem diese Fischgeschichten ganz nett, aber das habe ich mir inzwischen dermaßen übergeguckt; man sieht ja kaum noch etwas anderes. Hoffentlich verliere ich das Thema über den Sommer nicht aus den Augen.

Montag, 6. April 2015

Ostern ...

... ist heute Abend schon wieder vorbei, und dieses Jahr hier so unauffällig wie noch nie verlaufen.
Ich war seit zwei Wochen ausschließlich mit dem Küchenumbau beschäftigt, und habe nichts (aber auch GAR nichts!) anderes gemacht. Außer ein bisschen Karfreitagsgesinge.

Im SBT-Forum geht heute auch der Ostercountdown zu Ende; da hatte ich meinen Beitrag in Form von drei Karteninspirationen glücklicherweise schon einige Zeit vorher vorbereitet. Wenigstens die kann ich jetzt mal zeigen:


Kleine Vogelhäuschen an einem echten Zweig ...


... eine Karte mit angeschnittener Vorderseite ...


... und die dritte war das Beispiel zu meinem umgesetzten Kartensketch.


Alles nicht direkt österlich, aber frühlingshaft.

Apropos Frühling; heute habe ich die dicken Jacken auf den Dachboden gebracht und mit der ganzen Winterthematik endgültig abgeschlossen. Und dann habe ich (wie jedes Jahr) erkannt, dass ich überhaupt keine Übergangsschuhe habe. Was soll nun werden?!

Dienstag, 10. März 2015

Long time no see!

Würd ich da mal sagen.
Irgendwie bin ich im Moment mal wieder nicht so sonderlich viel hier.


Das liegt zum Teil vielleicht an den Frühlingsgefühlen, die mich endlich überrollen (selten war der Januar und Februar für die Bemühungen um meine seelische Ausgeglichenheit schlimmer als dieses Jahr), und zum Teil an der mich immer noch permanent beschäftigenden Küchenproblematik, die offenbar andere Teile meines Denkens irgendwie ausbremst. Nach Ostern wird alles besser. (Komisch, vor gar nicht allzulanger Zeit dachte ich immer, nach Weihnachten wird alles besser!)


Komplett untätig war ich allerdings nicht. Nur eben eher unauffällig.
So habe ich mir zum Beispiel einen "Sketch der Woche" für das SBT-Forum ausgedacht ...


... eine meiner unendlichen Geschichten beendet - das Projekt "Grundschulalbum" ...


... und putzige Mitbringsel für letzten Samstag gebastelt, als ich mal wieder zum Kellercrop bei Katja geladen war.


Dort traf ich neben den lieben alten Bekannten Heidi, Lisa und der weitgereisten Birgit zum ersten Mal nach einigen Fehlversuchen nun endlich auch mal Svenja - und das freut mich immer noch besonders.
Wir haben mehr als schön gegessen, getrunken, gescrappt und uns weitergebildet. Ich weiß jetzt zum Beispiel, was Flunkyball ist, und was Nische auf englisch heißt. Sehr viel nützlicher Input.  :)

Außerdem habe ich gerade kürzlich ein GANZ neues Projekt mit Insta-Fotos und einer Art ProjectLife begonnen. Das Zeigen hebe ich mir aber für den nächsten Blogpost auf, falls hier weiterhin die küchenbedingte Erlebnisflaute herrscht.

Donnerstag, 19. Februar 2015

Carpe the Stanzförmchen.

Soweit zu meinen Lateinkenntnissen.

Hab mal verstanzt, was noch so auf dem Tisch herumlag. Das mache ich ja gerne, wenn ich keine Lust zum Wegräumen habe. Und auch nicht zum Entscheiden, ob irgendein Glitzerschnipsel noch groß genug zum Aufheben, oder schon klein genug zum Wegschmeißen ist.






Donnerstag, 12. Februar 2015

Alter Schwede.

Gestern Mittag brachen wir zu IKEA auf.
Wir haben uns zur längst mal wieder fälligen Küchenrenovierung (inklusive Fußboden!) durchgerungen, und wenn jetzt eh alles mal komplett raus muss, können wir ja auch gleich ein paar Missstände beseitigen, die sich damals, als wir mit der schon vorher vorhandenen Küche in unser Haus eingezogen sind, zwangsweise ergeben habe, und die mich seitdem mehrmals täglich aufregen. Wir wollen zwei Schränke austauschen und einen neuen dazukaufen, und überhaupt soll alles schöner und praktischer werden.

Küchenplanung ist ja immer ein weites Feld, und ich hatte mich hier zu Hause schon sehr mit dem Online-Konfigurator verheddert. Und wenn nicht alles komplett neu wird, sondern die Einzelteile auch noch zum Rest passen müssen ... Integration wirft ja häufig Probleme auf; nicht nur in der Küche. Wir mussten nun also leider mal hinfahren, um die ganzen möglichen Schwierigkeiten in Echt zu besichtigen. Der nächste IKEA von uns aus befindet sich im Hannover im Expo-Park und die Anfahrt dauert über eine Stunde. Aber hilft ja nichts.
Wir verbringen mehrere Stunden in der Küchenabteilung und alles ist noch viel schlimmer als gedacht. Ungerade Zahlen sind nicht vorgesehen; was nicht 20, 40 oder 60 cm breit ist, kann leider gar nicht erst stattfinden. Unser auszutauschender 30er-Schrank könnte also z.B. durch eine Lücke ersetzt werden. Oder durch einen 20er-Schrank (da kann dann in jeder Schublade eine schmale Suppenkelle oder ein Kochlöffel drinliegen) plus eine 10er-Lücke. Man weiß nicht, was schlimmer ist.

Als wir unter großen Mühen eine Lösung zusammengestellt haben, beschließen wir spontan, die in Teilen gleich mal mit nach Hause zu nehmen. Schließlich ist es ja immer so eine Aktion, hierher zu fahren.
Vor dem Regal im Lager kriegen wir uns wie üblich ein wenig in die Klotten. ("Das passt nicht ins Auto." - "Das sehe ich auch!!!" - "Ich hatte gestern extra gesagt, du sollst nochmal messen!" - "Ich erkenne zwei Meter, wenn ich zwei Meter sehe." - "Es ist aber 2,40 Meter. Erkennst du das auch?" - "Wir können die Klappe hinten nicht offen lassen und festbinden; DU wolltest ja, dass ich die Gurte aus dem Auto nehme!" - "Ich fahre doch nicht 364 Tage im Jahr völlig nutzlos deine Gurte umher! Ich hab gesagt, man weiß ja vorher, dass man was langes transportieren möchte, und dann kann man sie ja mitnehmen!" - "Du hast nicht gesagt, dass das SO lang ist!" - "Das kann man sich doch DENKEN! Deswegen solltest du ja MESSEN!!!")

Unsere drei Schränke teilen sich in 30 Einzelpakete auf. Wir hucken den Wagen voll, und angesichts des ganzen Haufens mehren sich meine Zweifel, dass wir alles mitkriegen. Vor allem die 2,40 Meter. "Ach, wir laden einfach erstmal ins Auto ein, und wenn es gar nicht geht, geben wir halt was zurück."
Wir schlingern zur Kasse und werden dort angesichts der Gesamtsumme kurz ohnmächtig. Wir bezahlen trotzdem und wenden uns dem Ausgang zu.
Da geht plötzlich das Licht aus. Alle machen "Uuuuh!" und verharren in Bewegungslosigkeit. Alle, außer mir. Ich hole das Handy raus und mache ein Instagram-Foto. Wenn man schonmal was erlebt!


Während mich launige Kommentare wie "Hoffentlich seid ihr gerade in der Bettenabteilung" und "Bei IKEA gibt es doch aber so viele Kerzen" erheitern, geht die Notbeleuchtung an. Alle machen "Aaaah!" und fahren mit ihren Wägelchen weiter. Es staut sich an der großen Drehtür vor den Fahrstühlen, die erstaunlicherweise wohl mit Strom angetrieben wird. Ein IKEA-Mitarbeiter kommt und bastelt sie manuell auf. Ich bin immer noch guter Dinge, der Strom kommt ja sicherlich gleich wieder.
Die ersten Zweifel beschleichen mich, als ich plötzlich sehe, wie die Brandschutzwände um uns herum automatisch herunterfahren! (Meine Sorge ist allerdings quasi nichts gegen die der Eltern, die sich urplötzlich vom Smaland abgeschnitten sehen, wo noch der Nachwuchs weilt!)

Jetzt aber nichts wie raus hier, im Fahrstuhl ist Licht. Ja, Licht, aber er fährt nicht. Er heißt nur so. Na, dann warten wir eben kurz, der Strom muss ja jeden Moment wiederkommen. Wir bauen uns mitsamt unserem sehr vollen Wagen an einer passenden Stelle auf und warten ein bisschen vor uns hin. Ich weiß gar nicht, ob das in jedem IKEA so ist - in Hannover jedenfalls verlässt man die Kasse im 1. Stock und muss dann zum Parkdeck oder zum Ausgang ins Erdgeschoss runterfahren. Mit dem Fahrstuhl, oder mit so einem langen schrägen - äh - Laufband. Wie eine Rolltreppe, nur ohne Stufen. (Aber mit Strom.) Manche Leute haben nur wenige und/oder kleine Kartons, die fangen an, ihren Kram die Treppe runterzutragen. Beneidenswert. Diese Lösung scheidet für uns leider aus.

Dann: eine scheppernde Durchsage. Man versteht kein Wort. Ich gehe nach drinnen und befrage eine IKEA-Tante. "Hä? Was für eine Durchsage meinen Sie denn? Ich höre nichts." Tatsächlich, drinnen hört man es noch weniger. Und es wäre ja vielleicht ein bisschen viel verlangt, dass sie irgendwas darüber weiß! Ich bemühe mich runter ins Parkdeck, wo es wenigstens fragmentarisch zu verstehen ist: "Achtung, Achtung! Verlassen Sie sofort das Gebäude! Gehen Sie nicht zu ihren Fahrzeugen, die Ausfahrten sind bereits alle gesperrt. Sammeln Sie sich draußen auf dem Parkplatz und folgen Sie dort den Anweisungen." Dasselbe nochmal auf Englisch und dann ununterbrochen immer wieder.
Und dann kommt die Feuerwehr. Große Autos mit viiiiel Blaulicht. Brennt es wirklich? Das müsste man doch sehen?! Das Wort "Bombendrohung" macht die Runde. Ich frage mich, ob Jack Bauer von der CTU schon benachrichtigt ist, oder soll ICH es vielleicht machen?

Wir stehen immer noch etwas unentschlossen neben unseren Küchenteilen im Wert von mehreren hundert Euro herum. Ebenso andere Kunden mit genauso vollen Wagen. Das Zeug ist bezahlt, das lässt man ja jetzt nicht einfach so stehen! Dann kommen aber auf einmal sämtliche IKEA-Mitarbeiter in einem großen Rudel nach draußen, plärken "Wir evakuieren!" und zwingen uns zum Runtergehen. Wir können es sehr schlecht verkraften, von unseren Kartons getrennt zu werden, für die wir uns mehrere Stunden im Laden aufgehalten haben und zu denen wir inzwischen eine sehr innige Beziehung entwickelt haben.

Dann stehen wir eine lange Weile tatenlos auf dem Parkplatz herum. Es ist schweinekalt, und ich habe natürlich keine Jacke an! Man geht doch nicht mit einer dicken Jacke zu IKEA rein.
Die Feuerwehr mörkelt irgendwas am anderen Ende des Gebäudes. Dann können wir doch jetzt hier unsere Kartons ...? Wir sehen auf einmal, dass einige Männer auf dem (stromlosen) Laufband etwas nach unten tragen. Das wollen wir auch!!! Unten am Laufband steht ein IKEA-Mitarbeiter, der spontan seine Bestimmer-Qualitäten entdeckt hat, und offenbar völlig willkürlich einige Leute nach oben lässt. Als wir sagen, dass wir auch unser Zeugs noch da oben haben, schnauzt er uns an "Hier wird jetzt überhaupt nichts mehr runtergeholt!" Der Gatte eskaliert, wie ich es selten erlebt habe.
Ich stehe kurz vorm Kollaps. Egal, wen ich da anspreche, keiner will für irgendwas zuständig sein. Jeder sagt "ICH weiß auch von nichts!" oder "Das ist hier alles nach Vorschrift." oder "Da müssen Sie die Chefin fragen!". Oh, die Chefin. Steht mit einem Megaphon und hilflosem Gesichtsausdruck beim Rolltreppenkommandeur und sagt "Kommen Sie morgen wieder." Das gibt uns den Rest. "WIR SIND NICHT VON HIER!" (Ein Satz, der bekanntlich schon viele Probleme auf dieser Welt gelöst hat.) Wir fangen an, uns alle ein bisschen anzuschreien. Beim nächsten Einkaufsbummel nehme ich mir auch ein Megaphon mit. Ich überwerfe mich spontan mit allen Mitarbeitern, inklusive der Chefin.

"Aber da holen doch welche was runter!" - "Das sind Leute von uns." Ach, schön, dass man's mal erfährt. Die haben nämlich keineswegs irgendwelche IKEA-Klamotten an, und deswegen hätten es ja genauso gut marodierende Möbelpaketdiebe sein können. Dann trägt einer auf einmal ein Kiste mit Kleinteilen an mir vorbei, die ich als UNSERE wiedererkenne! Erst in diesem Moment wird uns so richtig klar, dass die einfach den ganzen Kram, der noch auf zig Wagen oben vor den Fahrstühlen gestanden hat, nach und nach runterbringen, unten gemischt aufstapeln und da darf sich dann jeder was nehmen! Während wir ja alle noch rumstehen und warten, dass wir endlich hoch dürfen!!!
Jetzt wird es nochmal GANZ lustig. Wir hatten ja diese 30 (!) einzelnen Teile, von denen 29 in ihren bräunlichen Kartons nahezu identisch aussehen. Und - Surprise! - andere Leute haben AUCH Küchenteile gekauft! Und die sehen GENAUSO aus! Wir fangen also alle an, im Dunkeln unsere Sachen auseinander zu sortieren. Ein Albtraum. Der Gatte wühlt im Haufen und ruft mir Artikelnummern zu, und ich versuche, die auf dem meterlangen Bon wiederzufinden.

Endlich sind wir der Meinung, dass wir wohl hoffentlich alles zusammenhaben und rollen wutentbrannt mit dem ganzen Geraffel zum Auto. Inzwischen darf man nämlich wegfahren. Da erwartet uns dann noch der Einladespaß, der genau so schwierig wird, wie wir es vorher schon vermutet haben. Nur mit dem Unterschied, dass wir natürlich jetzt doch nichts zurückgeben können, was vielleicht nicht reinpasst! Wir wurden nämlich mit der Botschaft "Wir machen heute nicht mehr auf" verabschiedet. Wann auch??? Es ist schon fast 21.00 Uhr!
Wir klappen Sitze hoch und runter, schieben hin und her, bauen sämtliche beweglichen Teile ab. Alles im Dunkeln. Wenn mir jemand anbieten würde, jetzt hier im Parkdeck einfach friedlich zu sterben - ich würde ernsthaft drüber nachdenken. So bedient war ich lange nicht mehr.
Wir sind seit heute Mittag unterwegs, ohne jegliche Nahrungsaufnahme (Mittäglicher Irrglaube: "Wenn wir nachher so ca. um sechs zu Hause sind, essen wir was Schönes."), ich komme um vor Durst, und alleine die Aktion IM Möbelhaus mit den sämtlichen Problembewältigungen bezüglich der Küchenschränke hätte mir an Aufregung für heute völlig ausgereicht.

Ich möchte in meinem Leben keinesfalls nochmal evakuiert werden. Und wenn, dann irgendwo, wo das Krisenmanagement ein bisschen besser läuft. Wo sich auch mal jemand zuständig fühlt und deutlich sagt, was jetzt gemacht wird. Und am allerliebsten natürlich irgendwo, wo vielleicht sogar einer sagt: "Es tut uns leid, dass sie so viele Unannehmlichkeiten hatten. Selbstverständlich liefern wir Ihnen ihre bereits bezahlte Ware kostenfrei nach Hause."

Dienstag, 3. Februar 2015

Mehr englische Gärten

Letztens habe ich in einer Hau-Ruck-Aktion die Bilder unserer zweiten England-Gartenreise im Album untergebracht. Wenn einem plötzlich und unerwartet danach ist, halbfertig herumliegende Sachen zu beenden, soll man sich ja nicht sperren.   :)
Über die erste Hälfte des Albums hatte ich hier berichtet:  *klick*
"Hälfte" trifft es auch nicht ganz - es waren diesmal noch viel (viel!) mehr Fotos, da ich inzwischen eine manuelle Spiegelreflexkamera angeschafft hatte. Ach ja, damals ... als man noch manuelle Objekte hatte ...

Wenn man möglichst schnell möglichst viele Fotos unter den Füßen weghaben will, finde ich die PL-Hüllen nach wie vor einfach eine geniale Lösung.
Und ich hatte einen kleinen wachen Moment und konnte mich sogar gerade noch bremsen, extra neue Kärtchen zu bestellen! Ich hab einfach welche von den zahlreichen vorhandenen genommen. Ein toller Trick!  ;)

Da hat sich übrigens ein Problem aufgetan, mit dem ich nicht gerechnet hatte: Wenn man (also, ich zumindest!) schon mal ziemlich viel mit einer Serie gemacht hat, mag man die leider gar nicht nochmal für was anderes benutzen! Und obwohl ich ja gar kein komplettes CoreKit besitze, weil ich mir die immer mit jemandem geteilt habe, bilden sich hier tatsächlich trotzdem jetzt schon Reste, die ich vermutlich nie mehr verwenden werde! Blöd.

Jetzt habe ich aber jedenfalls schön einen ganzen Ordner, in dem alle Gartenbilder versammelt sind.
Ein paar Beispielseiten:








Auf der Karte mit dem Abschlusstext habe ich einen nicht mehr korrigierbaren Tippfehler. Ich! Einen Tippfehler!!! Ein Albtraum.

Ich habe bei der Internet-Recherche für die kleinen Zwischentexte auf den Karten sehr viele interessante Fakten über die von uns bereisten Gärten herausgefunden. Viel, viel mehr, als ich damals während des Besuchs gewusst habe! Da hatte man ja maximal einen kleinen Reiseführer, und was da nicht drinstand, stand da eben nicht drin. Eigentlich müsste ich die ganzen Reisen mit meinem neu erworbenen Wissen (und dem Internet in der Tasche) jetzt nochmal wiederholen. Und bessere, digitale und vor allem noch mehr Fotos machen!
Obwohl - dann würde ich vielleicht doch lieber die Australien-Reise wiederholen. Auf der ich die für damalige Zeiten unfassbare Menge von drei ganzen 36er-Filmen verknipst und anschließend die Negative weggeworfen habe!
Manche Fehler lassen sich halt nicht mehr korrigieren.